Dokumentarfilme 2.11., 18 und 21 Uhr

Der Programmblock um 18 Uhr zeigt drei Dokumentarfilme und einen Mockumentary. In "Ice Framers" begenen wir pakistanischen Wissenschaftlern, die dem Klimawandel mit der traditionellen Methode der Gletschergestaltung zu trotzen versuchen. Im Mittelblock stehn zwei Dokumentarfilme die sich unaufgeregt und sensible mit oft vergessenen deutschen Wirklichkeiten auseinandersetzten. Auf einem Autohof und in einer kleinen, langsam aussterbenden Gemeinde. Der letzte Film über einen Einzelaktivisten, ist ein parodistischer Film, der den Anschein erwecken soll, ein echter Dokumentarfilm zu sein.

Ice Framers Afsar Awan Germany 14:00:00
Noch acht Stunden Marius Schwingel Germany 30:00:00
Spiegelberg Adrian Sagolla Germany 30:00:00
Plantasia Marius Schwingel, Nola Anwar, Janna Häcker Germany 13:00:00

Der Ausklang ist der Film "Macula" der mexikanischen Künstlerin Mariana Xochiquétzal Rivera.

In der Makula, im hinteren Teil des Auges, werden die Bilder auf der Netzhaut fixiert.

Sonias allmählicher Verlust des Augenlichts wird zur filmischen Allegorie, die es ihrer Tochter ermöglicht, sich auf eine Reise zu begeben, um die Ereignisse aufzudecken, die bis dahin verschwiegen worden waren und die die ursprünglichen Erinnerungen an ihre Schwangerschaft und Geburt überschattet hatten.

Statement der Regisseurin

Dieser Film hinterfragt das Schweigen, das aufgrund stillschweigender Vereinbarungen gewahrt wird und das sich auf unsere persönliche Geschichte auswirkt.

Der Film wird hier zu einer Form der Selbstfindung, zu einem Werkzeug, das uns sowohl konfrontiert als auch offenbart, dass unsere persönlichen Biografien tatsächlich mit dem kollektiven Gedächtnis verbunden sind und dass es wichtig ist, uns selbst eine Stimme zu geben, uns selbst eine Erzählung zu geben.

Diese Geschichte verteidigt das Recht auf unsere emotionalen Erinnerungen von dem Moment an, in dem wir den Mutterleib betreten.