„We All Go Up“ Adrian Schwarz (01.11.2025, 21:00 Uhr)
In einer Welt, in der das Glück schwindet, ist die größte Hoffnung das Versprechen der technologischen Evolution des Menschen hin zu einem leidfreien Leben in einem virtuellen Paradies. Der Druck dieser lebensverändernden Umstände ist enorm, und so muss der desorientierte Charlie entscheiden, ob er weiterhin auf der Erde umherwandern oder sich in das digitale Paradies hochladen will.
Director Statement
Bereits heute verschwimmen die Grenzen zwischen digitaler und irdischer Lebensrealität. Die Tech-Konzerne ermöglichen uns ein virtuelles Dasein. Reale Gefühle werden mit den Mitteln des Digitalen verklärt. Virtuelle Profile sind längst gesellschaftsrelevant. Sprachassistenz und autonome Fahrzeuge weisen den Weg in die Zukunft. Wir stehen vor der Herausforderung eines aufgeklärten Umgangs mit den Möglichkeiten der Technologie und mit den Entscheidungen, die wir an sie delegieren. Der Protagonist Charlie steckt in einem allzu menschlichen Dilemma und verspürt die Verlockungen der Technologie. Doch es ist nicht die Revolution des Minduploading, die unser Hauptaugenmerk verdient. Es sind die Menschen, die Zweifelnden. An was glauben sie, wenn nicht an die Heilsversprechen der Technologie? Wie werden wir uns verhalten, wenn wir noch mächtigere, technologische Werkzeuge entwickeln? Wünschen wir uns nicht auch heute, wir könnten alles radikal neu gestalten? Und wenn wir die Möglichkeit hätten, würden wir dann alles aufgeben? „We All Go Up“ untersucht, was es bedeutet, im Angesicht allmächtiger Technologien Mensch zu sein.
Director Biography - Adrian Schwartz
DE - Adrian Schwartz wurde 1994 in Stuttgart, Deutschland geboren. Mit zwölf Jahren begann er Filme zu drehen. Während seines Studiums an der Hochschule Offenburg und an der Filmakademie Baden-Württemberg professionalisierte Adrian sein filmisches Schaffen. Der Kurzfilm „Liebesstreifen“ gewann 2018 den Bundesjugendfilmpreis und behandelt das Unvermögen junger Liebe. In seinem Dokumentarfilm „Im Reich des Squatters“ (2020) beleuchtet Adrian das Verhältnis von Ekel und Gesellschaft anhand einer Fallstudie. In seinem Essayfilm „Innerer Kongo“ findet er sich im postkolonialen Diskurs gefangen und verwebt die inneren Eindrücke mit Aufnahmen seiner Reise in den Kongo. Bei seinen filmischen Arbeiten fokussiert sich Adrian auf ethnografische und psychografische Interventionen und konzentriert sich somit auf die Entwicklung von Gegennarrativen. „We All Go Up“ ist sein erster, abendfüllender Spielfilm und reiht sich in die kinematographische Experimentierfreudigkeit mit ein.
Alle Filme
- Svetlana Strelnikova – People Gods and other Creatures
- "Just Live" Aleksandra Hobs
- „We All Go Up“ Adrian Schwarz
- "Metropolis" Fritz Lang/ Guideon Homes
- "Die sind auch einfach schön" Julia Flachmann
- „Klaus Müller" Zach Tolchinsky
- "Bordeaux" Hüseyin Albayrak
- „Wegen Mama“ Lara Kraemer
- "Choice" Valentin Frolov
- "The Universal Temple" Bertrand Normand
- "On Hold" Delia Hess
- "Ostrich Express" Anson Tianchen Zhu
- "Provinz Deguo" Maria Hufenreuter
- "Zeit für Veränderung" Oliver Tomandl
- "Schwanensee" Stella Traub
- "The Rift" Marlin van Soest
- "Our circle in the storm" Ray Jacobs
- "Amusement Park" Egidio Prudenzano
- "2045 Creators" Richard Hollerung
- "Captured" Knut Kuhles
- "Saarvocado" Victor Orozco Ramirez
- "The Beneath" Lisette Vlassak
- "No" Ahmed Alameldeen
- "Brücken Bauen" Filipe Caeiro
- "Zero Gravity" DIEGO STAVITZKI
- "Ice Framers" Afsar Awan
- "Plantasia" Marius Schwingel, Nola Anwar, Janna Häcker
- 'Noch acht Stunden' Marius Schwingel
- "Spiegelberg" Adrian Sagolla
- "Macula" Mariana X. Rivera
- PIX Sophie Linnenbaum
- Die letzten fünf Minuten der Welt. Jürgen Heimüller
- Don’t Cry Hisham Zreiq
- Eine Sekunde der Welt. Anja Struck
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